MEINEN HASS BEKOMMT IHR NICHT

von Antoine Leiris
Dramaturgie: Eva Marianne Kraiss
Übersetzung: Doris Heinemann
Mit: Anne Schröder

Foto: Sandrine Roudeix

Mit seinem Werk MEINEN HASS BEKOMMT IHR NICHT gelingt dem Journalisten Antoine Leiris auf beeindruckende und bewegende Weise, seinem Zorn und Hass in der Beschreibung des Verlustes seiner geliebten Frau, die während des Attentats auf das Konzert-Café „Bataclan“ am 15. November 2015 getötet wurde, etwas entgegen zu setzen. Bei dem Attentat wurden 90 Menschen ermordet. Die Unmittelbarkeit der Dokumentation Leiris Seelenlebens in den Tagen nach dem Anschlag, während derer sein Universum und das seines damals eineinhalb jährigen Sohnes von einem Moment auf den anderen auf den Kopf gestellt wurde, gibt einerseits Einblick in die Tragödie, mäßigt aber durch Leiris eigene friedvolle Haltung, den Impuls nach Fatalismus, Rache und Hass. Leiris lenkt den Blick von den Tätern auf die Opfer, und macht klar, dass hier der Bedarf Hilfe (aber nicht ungefragte oder aufgedrängte) zu leisten mehr gefragt ist, als der Wunsch Rache zu üben. Der Text steht nicht für ein Verzeihen aber für Frieden. Das ist seine große Leistung.

MEINEN HASS BEKOMMT IHR NICHT wird in einer vom Autor autorisierten gekürzten Fassung gelesen.

PRESSE

Berliner Zeitung vom 14.05.16

Bild der Frau vom 13.05.16

Frankfurter Rundschau vom 16.06.16

Für Sie vom 09.05.16

Stern vom 31.03.16

Sueddeutsche.de vom 14.05.16

TAZ die tagezeitung vom 11.06.16

Welt am Sonntag vom 08.05.16